Mieterhöhung nur mit Wirtschaftlichkeitsberechnung
Nürnberg (D-AH) - Will ein Hausbesitzer die Mieten für seine Wohnungen erhöhen, muss er dieses Ansinnen begründen. Tauchen dann in seiner Wirtschaftlichkeitsberechnung einzelne Posten auf, die es gar nicht gibt, ist die Kalkulation insgesamt hinfällig und die Neuberechnung der Miete rechtlich unwirksam. Das hat das Amtsgericht Düsseldorf (Az. 31 C 2788/06) entschieden, berichtet die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline (www.anwaltshotline.de). In dem konkreten Fall listete der Vermieter auch höhere Ausgaben für Thermostatventile und Heizkostenmesser sowie die Modernisierung und Verwaltung seiner Garagen und Abstellplätze auf. "Dabei waren die Garagen schon sechs Jahre zuvor verkauft worden, einschließlich der Heizung", erklärt Rechtsanwalt Peter Koblenz (telefonische Rechtsberatung unter 0900/1867800-0 für 1,99 Euro pro Minute). Grund genug für den Richter, die gesamte Mieterhöhung für unbegründet zu erklären und den eingeklagten rückständigen Mietzins in Höhe von 240,57 Euro zurückzuweisen.